Kategorie: Inspiration

a gift guide for type lovers #1

Heutzutage ist es gar nicht so schwer Freunde mit einer Leidenschaft für Typo zu beschenken. Es gibt viele schöne Dinge die fast nur mit Schrift gestaltet sind. Ich habe einige Ideen und Lieblingsprodukte für Euch in einem Geschenke Guide gesammelt. Den Anfang macht heute das Thema Vintage. Was hier noch fehlt sind alte Hefte über Kalligraphie, Letraset Rubbelbuchstaben oder alte Schriftmusterbücher. Einfach mal bei ebay oder im Antiquariat gucken.
ps: vielen Dank für eure Kommentare und Bilder von euren Adventskalender-Zahlen via Instagram & Co.! Das hat mich sehr gefreut.
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Some inspiration for vintage gifts for type addicted people like me. 🙂

XMAS Holzlettern /
Manifesto 2010 on Calm Gallery /

House Industries – Half Full Mug /

Vintage Schulrollkarte von BerlinoVintage /

Vintage TRIUMPH Schreibmaschine 1951 /
Großer Neo Print Holzkasten /

Freundts Vintage Wandtattoos /

1970er Flip Calendar /

Vintage Dymo von InUseAgain /
Letterpress Keychain von ohalbatross /

5th Anniversary and 5 Give-Aways


Im Sommer vor 5 Jahren ging alles los. Anfang August 2009 habe ich jeden Tag den DHL Mann abgepasst und gehofft, dass endlich das riesen Paket mit der kleinen Adana ankommt.
Sie kam aus England und es war unheimlich problematisch sie zu kaufen und herüber schicken zu lassen. Der Verkäufer akzeptierte nur Schecks und in Deutschland gab es die als Zahlungsmittel nicht mehr.
Der Kauf drohte schon zu platzen als glücklicherweise die Eltern eines Freundes (der ursprünglich aus England kommt) sich bereit erklärten einen englischen Scheck auszustellen. Mann o mann.

Aber ich erinnere mich, dass ich dann das Paket noch im Flur öffnete, die Befestigungen löste und den Hebel der Adana bewegte. Das Geräusch; dieses Kling Kling, das der Teller der Presse macht, wenn er sich dreht fand ich einfach großartig. Dann gingen viele zähe Druckversuche ins Land bis ich am 1. Dezember 2009 Small Caps gründete.

Einen 5-Jahresplan hatte ich eigentlich nicht, nur eine vage Idee und so bin ich durch Ausprobieren, Lernen, Fragen, Lernen und wieder Ausprobieren schluß endlich hier gelandet. Und jetzt sind schon fünf Jahre um, es ist der Hammer wie die Zeit vergeht.

Zur Feier des Tages möchte ich gern 5 unterschiedliche Päckchen verschenken und mich bei Euch Lesern, Druckern, Bloggern und Käufern für eure Unterstützung bedanken. Ich freue mich die Give-Aways auf 5 besonderen Blogs verlosen zu können, die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte.

being on cloud nine mit den den leckeren Rezepten und Urlaubsentdeckungen verlost einen „Chocolate is always the answer“ Print

freundts mit den (ich möchte alle!) Wohnbuchstaben verlost einen Wandkalender 2015

m-i-ma mit den wunderbaren Interviews und Geschichten rund um Berlin verlost einen „C’est bon!“ Print

berlin reified mit den tollen Tipps für spannende Berliner Ecken verlost ein „Hello Berlin“ Päckchen

sanvie mit den schönen Design- DIY- und Interior Projekten verlost ein YES Hochzeits-Album

Viel Glück beim Gewinnen!

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It’s my 5th business anniversary today, I can’t believe it. How time flies! To celebrate it and to say thanks to you – my supporters – I am giving 5 different little packages away. You can win them on these 5 awesome blogs above, just check them out and leave a comment there.

While browsing through the old pictures I remembered how it all started with my first press back in summer 2009. I bought my first Adana online from a nice and helpful guy in England. The only problem was he just accepted cheques and I didn’t found a german bank that offered cheques as a way of payment. So the deal seemed not to happen but luckily a friend’s parents (who’s originally from England) drew an english cheque and weeks later the big package with the Adana finally arrived.

I was so excited! I opened the package in our hallway and pushed the handle the first time. I just loved the sound the disk made when turning. After many tough print sessions I officially founded my business on December 1st, 2009. I am very excited for the next 5 years.

Cheers, Sabrina

type inspiration: speedball textbook




Das Wochenende habe ich mit digitalem Blättern in Speedball Textbooks verbracht. Speedball (früher C. Howard Hunt Pen Co.) ist eine alte amerikanische Firma aus New Jersey, die damals vor allem Schreibfedern und Tusche verkaufte und kleine Hefte mit Anleitungen zum Schreiben herausbrachte. Ich habe so ein Heft auf Instagram gesehen und gegoogelt und naja; ich habe den halben Sonntag auf Flickr verbracht und Scans angeschaut.

Besonders umfangreich ist die Flickr-Galerie von „Agence Eureka“, seht selbst. Ich frage mich, ob ich noch irgendwo die alten Federn aus der Uni habe.

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I just learned about the Speedball Textbooks this weekend while browsing Instagram. I then did an image search and spent the whole sunday afternoon browsing on flickr. There’s a fantastic set by „Agence Eureka“ with lots of scans for download. Now I wondering where I put my nibs and pens from University.

For more: Printmag, Agence Eureka

some great tips for Vienna

Meine Besuche in Österreich beschränken sich auf das Zillertal und das ist schon – Moment ich muß rechnen – 24 Jahre her. In Wien war ich leider noch nie. Ihr? Davon, dass Wien mehr bedeutet als Kaffeehaus und Fiaker hat mich Tamara schon überzeugt. Sie ist für den August nach Berlin gekommen um Bleisatzstaub und Druckfarbenluft zu schnuppern und hat mir und Euch ihre Tipps für Wien mitgebracht. (Und 1 Kilo Neapolitanerwaffeln.) Dankeschön!

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Besides the mountains and canyons in a certain region I haven’t seen much from Austria. I’ve never been to Vienna. My intern Tamara who studies there made some nice pictures of must-see shops and cafes that we should pay a visit. Click on the link to get to the store’s website and address.




6 Tipps für den 7. Bezirk in Wien:


Die Sellerie

In der Burggasse 21 befindet sich der Showroom in dem man von den Inhabern selbstentwickelte und ausgewählte Produkte erstehen kann. Zu kaufen gibt es Fine Art Prints, Papierwaren, Wohnaccessoires und besondere Geschenkideen.

Stationery, Fine Art Prints, Accessoires.



Burggasse 24

Wie der Name schon sagt, in der Burggasse 24 gibt es ausgewählte secondhand Mode, farblich sortiert in gemütlicher Atmosphäre.
Fashion thrift store, organized by colour.



sous-bois

Dieser Stationery Shop, zu finden in der Neustiftgasse 33, bietet eine Auswahl an Schreibzubehör und kunstvollen Büchern mit Schwerpunkt auf Design und Material.
Art & Design Books, Stationery.



Veganista
Das Beste Eis der Stadt gibt’s bei Veganista in der Neustiftgasse 23. Ausgefallene Sorten und auch noch vegan!
Vegan Ice cream, yum yum.




Radlager
Im Radlager in der Operngasse 28 bekommt man sowohl guten Kaffee als auch Fahrräder.
Coffee and bikes.



Bilderbox
Hier sollte man sich Zeit zum stöbern nehmen. In Kirchengasse 40 gibt es wunderbare Bücher mit Schwerpunkt Comic, Graphic Novel und Kunstbuch.
Artbooks, Comics, Graffiti spray cans.

type inspiration tuesday

Vielleicht würde ich Fassadenbuchstaben-Bauer werden, sollte ich mich mal beruflich neu orientieren. Ich fände es jendefalls sehr interessant mal jemanden zu besuchen, der das ist. Bauer ist wohl nicht das richtige Wort, eher Baumeister. Obwohl die ganz neuen frisch gebauten Buchstaben noch nicht den Charme der älteren Kollegen haben, die schon Spuren von Wind und Wetter aufweisen. So leicht abgeplatzer Lack oder eine flackernde Neonröhre macht einen Schriftzug oft erst symphatisch und signifikant.
Die Fotos hier sind aus verschiedene Urlauben und kein einziger Schriftzug ist aus Berlin. Schade und auch schön, denn dann kann ich da was nachholen. Eine Fassadenschriftzug-Fotosafari durch Berlin. Tipps willkommen!
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When I pulled these pictures out of my archive I was wondering how one builds those signs and letterforms. Are they manufactured and who makes it? I have to do some research on that. Perhaps I find somebody who I can watch doing it. I also realized I only took photos of signs on holiday and I never did any here in the city. What a great reason to plan a photo safari through Berlin! Now I am hooked on that idea.

make your own sign workshop

MYOS-SignSign_byOttoandRylsee
pinsel
Shirt_Rylsee
farben
shifty-byottobaumandrylsee
makeyourownsign_workshop
MYOS-Workshop
MYOS_Workshop-Students

Vor kurzem habe ich in der Werkstatt von Otto Baum und Rylsee vorbei geschaut. Die beiden malen meinen Kundenstopper. So heißt das in der Fachsprache, habe ich mir sagen lassen: ein trapezförmig aufgestelltes Schild für den Bürgersteig vor meinem Ladenatelier.
Am liebsten hätte ich es schon mitgenommen, aber es bekommt noch eine Schicht Klarlack gegen das Berliner Wetter. Und wenn es dann steht werde ich noch mal ein Bild machen um euch die schöne Fernwirkung des Schildes zu zeigen. Außerdem ist es dann sowieso das schönste in der ganzen Straße.

Man kann sich ein Schild auch selbst bei Otto und Rylsee malen. Auf dem Gelände der Urban Spree in F-Hain (mit schönem Biergarten und Shop mit Grafikbüchern und Siebdrucken) führen sie monatlich Workshops im signpainting durch. Dieses Jahr zum Beispiel noch an folgenden Samstagen: 16. Aug. , 13. Sept. , 4. Oct. , 1. Nov , 6. Dec. Anmeldung per Mail an makeyourownsign{at}gmail.com und auf Facebook unter makeyourownsign
Bei mir steht der Workshop jetzt auf der Weihnachtswunschliste.
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I am going to get a handpainted sign! It’s gorgeous! Some days ago I visited the creative space of Otto and Rylsee who painted it. It would have loved to pick it up but it needed some varnish to stand the Berlin weather. So I had to be patient. When it arrives I have to show you how clear it’s readable from the distance. It will be the prettiest sign of the street, that’s for sure.
The guys do workshops as well, so in case you want to make your own sign save your spot on 16. Aug. , 13. Sept. , 4. Oct. , 1. Nov or 6. Dec. and please contact makeyourownsign{at}gmail.com or visit their FB page
Happy signpainting.

black and white mood board

chocolate_letterpress-printmoodboard_blackandwhite

Mit seinen eigenen Produktfotos ist man ja nicht immer zufrieden. Mein Sorgenkind des letzten limited edition sale war das Bild vom Chocolate Print, dass ich in unserer dunklen Küche mit Rauhfasertapete knipsen mußte.
Vorgestern hab ich in einem Laden ein Gitter mitgenommen um es als eine Art Moodboard zu nutzen und siehe da; mit ein wenig Kramen in diversen Schubladen konnte ich lauter schwarz-weiße Dinge zu Tage fördern und ein neues Produktfoto schießen.
Normalerweise landen Dinge unterschiedlicher Art und Farbe am Gitter, eben solche die Inspiration für neue Projekte sind. Aber für ein Produktfoto habe ich mir erlaubt ein bißchen zu faken. Hat Spaß gemacht. Vermutlich seht ihr das Gitter nun öfter.
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The other day I bought a metal grid to use it as an inspiration board. While pinning some scraps I was wondering if I could turn it into a better product picture from one of the limited edition prints. I wasn’t satisfied with the picture of the Chocolate-Print.
So I pulled out some boxes and drawers and made a collection of black and white things that go along with the print. I normally collect inspirational scraps of any kind and colour. But for this picture I gave me permission to make this up a little.

acrylic #2

acryl_palette
acryl_sketchacryl_steps
F_acryl
F_acryl_detail

Mich hat es dann gepackt. Was ich so spannend finde und was mir der Skillshare-Kurs gut vermitteln konnte, ist das übereinandermalen von Farben. Besonders gern lasse ich sie aufreißen, so dass die darunter liegenden Farben durchscheinen.

Am Anfang habe ich sehr ordentlich ausgemalt – mittlerweile versuche ich Kanten stehen zu lassen und einen möglichst trockenen Pinsel zu verwenden. Es trocknet auch alles recht fix bei den tropischen Temperaturen hier in Berlin. Große Pausen sind da nicht drin, schwupps ist die mühsam angemischte Farbe mit einer Haut überzogen. Also besser quick und dirty arbeiten. In diesem Sinne Euch eine schöne Woche.
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I am hooked. What I really got from the skillshare class is to work with layers of colour. I try not to paint too neatly and work more rough and quick with a dry brush so the colours can be seen through. It’s hot and humid here these days and it all dries very fast. So no time for over thinking just practising. Feels good.


open house at the school of art Berlin Weissensee

Kh-weissensee-rundgang
skizzenmodeklasse
modeklasse
siebdruckwerkstatt
druckwerkstatt
typoklasse
keramiklasse1
keramiklasse2

Die Atmosphäre einer Abschlußausstellung hat immer etwas von Zufriedenheit, Erleichterung, Glück, Kreativität und Ferienstimmung und genau die konnte ich am Wochenende an der Kunsthochschule Weissensee aufsaugen: mit kühlen Drinks und bei 30 Grad im Schatten unter Bäumen färbt diese Stimmung doch erheblich auf einen selbst ab.
Zwischen Studenten, die ihre Semester-Projekte Freunden vorstellen oder ihre stolzen Eltern herumführen kann man eigentlich selbst nur zufrieden lächelnd umherlaufen und die Arbeit anerkennen.



Beeindruckt hat mich die Vielfalt der Projekte der einzelnen Fachgebiete. Dass es neben der Bleisatzwerkstatt eine Hoch- und Tiefdruckwerkstatt gibt, eine Siebdruckwerkstatt, Buchbinderei, Holzwerkstatt, Keramikwerkstatt und eine Werkstatt für räumliches Gestalten war mir zwar bewußt, aber ich hatte sie noch nie besucht und war dann gleich auch ein bißchen neidisch auf die Möglichkeiten der Studenten.


Allerdings ist es auch bestimmt schwer herauszufinden ob man lieber grafisch arbeitet, Mode entwirft oder Produkte aus Holz oder Keramik gestaltet angesichts dieser Möglichkeiten. Wie gut, dass ich das nicht mehr herausfinden muß hab ich dann gedacht und den Grillduft unter Bäumen noch mehr genossen.



ps: die Hochschule bietet in der Sommerpause die Open Art Academy an, das sind Wochenendworkshops z.B. in Cyanotopie oder 3d-Origami.Klick.


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Nothing can beat the atmosphere at an Artschool. Especially when it’s the annual open house exhibition at the end of the semester. Happiness, relief, satisfaction and creativity is in the air and the upcoming long summer break makes everyone excited. I got a full dose of this spirit on the weekend at the school of art Berlin Weissensee. I wandered around between students that showed their projects to friends or family and I felt excited for them and was amazed by the variety of projects and their divers realisation.



The workspaces really impressed me. There’s the letterpress unit, a screenprinting and a intaglio printing studio, bookbinding, wood working, 3d design and a ceramic studio. While wandering around I got a little jealous not to have those opportunities anymore but a minute later I became aware I already found my path and that even feels better.
So I very enjoyed sitting between students under trees and see them celebrating the end of their semester on a hot saturday evening.
If you’re in Berlin in August check out their Open Art Academy Program with some interesting classes.